quantitatives Web-Monitoring

manuelles, quantitatives Web-Monitoring

Das quantitative manuelle Web-Monitoring ist die Form des manuellen Web-Monitoring, die einen gerungen Aufwand erfordert. Geringer Aufwand ist dabei aber nicht synonym mit weniger Arbeit zu verstehen. Aufgrund der vielen Quellen aus denen man Informationen zu einem bestimmten Untersuchungsgegenstand erheben möchte, ist der Aufwand zwangsläufig hoch.

Im Gegensatz zur qualitativen Analyse werden hierbei aber lediglich die Quellen gezählt. Daher ist der Aufwand geringer als bei dem qualitativen manuellen Web-Monitoring. Unvermeidbar ist bei beiden Formen eine grundlegende Basis für die Erhebung.

Als Basis für die Erhebung ist eine Ansammlung von strukturiert aufbereiteten Quellen aus dem Internet gemeint. Dabei geht es darum, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ziel ist es, die wichtigsten Quellen, sortiert nach Typus aufzulisten, um diese dann als Ausgangspunkt für das manuelle Web-Monitoring zu nutzen.

Um diese Basis zu bilden muss zuerst eine Übersicht der diversen Informationsquellen aufgezeigt werden. Bei der Typisierung geht es um eine technische Einordnung der Quellen, die notwendig ist, um bei einem automatisierten Web-Monitoring die Informationen zu erheben. Entsprechend der Quellen muss die Suchtechnologie des Web-Monitoringsystems ausgerichtet werden.
Websites
Diese Form der Informationsquelle bietet einen relativ einfachen Zugang zu
Informationen zu einem Untersuchungsgegenstand. Für die Zusammenstellung einer Basis bietet sich dabei die Recherche nach geeigneten Websites über eine Handvoll etablierter Suchmaschinen an. Da es sich um eine quantitative Erhebung handelt, die vor allem die Verbreitung und die Menge eines Untersuchungsgegenstandes feststellen soll, ist es wichtig, eine guten Querschnitt von Suchmaschinen zu wählen. Der Querschnitt sollte immer an ein bestimmtes Muster angepasst werden, welches durch den Untersuchungsgegenstand vorgegeben ist. Dies soll hier an einem Beispiel näher erläutert werden.
Beispiel
Untersuchungsgegenstand soll ein neues Automodell eines bestimmten Autoherstellers sein.

Das Unternehmen hat eine große PR-Aktion gestartet und möchte nun wissen, ob sich Auswirkungen im Internet ergeben haben. Anzumerken ist hier, dass für eine sinnvolle Tracking-Untersuchung (vgl.
manuelles Web-Monitoring) auch eine Nullmessung vorhanden sein muss. Die Basis muss also schon vor den PR-Aktivitäten festgelegt werden.

Um nun einen repräsentativen Querschnitt für ein quantitatives manuelles Web-Monitoring zu erhalten muss sich das Web-Monitoring-Unternehmen Gedanken machen, auf welchen Webseiten der Untersuchungsgegenstand auftauchen könnte. In unserem genannten Beispiel liegt der Fokus dabei auf Websites mit einer starken Affinität zum Automobil. Da es sich dabei um ein sehr weitgestecktes Feld handelt und manuelles Web-Monitoring betrieben wird, muss die Basis strukturiert werden. Es empfiehlt sich dabei, die Websites in Kategorien aufzuteilen.
Dies bietet zwei wesentliche Vorteile:
  1. Die Basis bleibt dadurch übersichtlich.
  2. Es lässt sich diese Einteilung in Kategorien bei der Auswertung einbeziehen.
So kann man Schwerpunkte in Sparten identifizieren und somit auch die PR-Steuerung genauer festlegen. In der nachfolgenden Abbildung wird beispielhaft eine grobe Untergliederung der Quellen für die Basis des Beispiels gezeigt.

Aufbau einer Basis

Online-Auftritte von Automobilzeitschriften
(z. B. Autobild.de)

Fan-Websites von der entsprechenden Automarke
(z. B. Käferclub)

Automobilverbände
(z. B. ADAC)

Online-Auftritte von Tageszeitungen
(z. B. FAZ, Süddeutsche)

Websites der Konkurrenz

sonstige Websites, die nicht in die anderen Kategorien passen

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